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Mediation ein Überblick

Was ist Mediation?

Das Mediationsverfahren ist ein freiwilliges und außergerichtliches Verfahren zur Regelung von Konflikten. Die Konfliktparteien erhalten die Möglichkeit durch die Beteiligung eines Mediators in einem strukturierten Gespräch die hinter den Positionen liegenden jeweiligen Interessen und Bedürfnisse sichtbar zu machen. Die Chance des Mediationsverfahrens liegt darin, dass die Parteien selbständig und eigenverantwortlich eine Lösung ihres Konflikts erarbeiten. Eine solche an den Interessen und Bedürfnissen der Beteiligten orientierte Beilegung des Konflikts erweist sich regelmäßig als tragfähiger und ist eine eigenverantwortliche Gestaltung der Zukunft.

Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.

(Rumi, persischer Mystiker des Mittelalters)

Vorteile einer Mediation

Das Mediationsverfahren stützt sich auf eine Reihe von zu Beginn besprochenen und fest zwischen den Konfliktparteien vereinbarten Grundprinzipien. Diese Grundprinzipien sind es auch, welche die Mediation von anderen Verfahrensarten abgrenzen und zugleich die Chance auf eine selbständige und eigenverantwortliche Lösung des Konflikt bieten.

EIGENVERANTWORTLICHKEIT

Die Eigenverantwortlichkeit ist das zentrale Prinzip der Mediation, da die Parteien die konkrete Lösung für den Konflikt selbst erarbeiten und der Mediator sie lediglich bei der Suche unterstützt. Dies stellt auch den größten Unterschied zu den meisten anderen Konfliktregelungsgrundsätze dar, denn bei der Mediation stehen die Parteien und ihre Interessen zu jeder Zeit im Mittelpunkt.

FREIWILLIGKEIT

Im Unterschied zu Gerichtsprozessen, ist die Teilnahme an der Mediation, ebenso wie die konkrete inhaltliche Einbringung, zu jeder Zeit des Verfahrens freiwillig. Dies bietet zum einen die Möglichkeit die Mediation jederzeit zu beenden, erfordert andererseits allerdings auch den inneren Willen eine Lösung suchen und finden zu wollen.

ALLPARTEILICHKEIT

Die Mediatoren sind jeder beteiligten Partei gegenüber gleich verpflichtet und sind weder direkt am Konfliktgeschehen beteiligt, noch haben sie eigene Interessen bezüglich möglichen Lösungen. Die Allparteilichkeit steht hierbei im Gegensatz zu einer Neutralität, da sich der Mediator um Verständnis und Wertschätzung für die jeweiligen Sichtweisen der Parteien bemüht.

INFORMIERTHEIT

Voraussetzung dafür, dass die Parteien selbst tragfähige Lösungen entwickeln können, ist eine Offenlegung aller konfliktrelevanten Informationen gegenüber den anderen Parteien und dem Mediator. Auch müssen alle Beteiligten über die eigene Situation, mögliche Auswirkungen, und Prinzipien der Mediation informiert werden.

ERGEBNISOFFENHEIT

Um die Effektivität der Mediation gewährleisten zu können, dürfen zum einen Entscheidungen über den Konflikt nicht außerhalb der Mediation getroffen werden und zum anderen muss festgelegt werden, dass Lösungen auch umgesetzt werden. Ob die erforderliche Ergebnisoffenheit vorliegt wird von den Parteien selbst entschieden.

VERTRAULICHKEIT

Solange die Beteiligten den Wunsch haben, werden die Inhalte der Mediation von jeder Seite, sowie vom Mediator vertraulich behandelt. Regelmäßig wird hierfür ein Mediationsvertrag geschlossen, durch den die Parteien sich verpflichten Informationen nicht gegen die andere Seite zu verwenden. Inwieweit die allgemeine Öffentlichkeit – in größeren Verfahren – ausgeschlossen werden soll, wird zu Beginn einvernehmlich entschieden.

TEILNAHME DER BETROFFENEN

Bei der Frage nach der Betroffenheit von einem Konflikt ist lediglich die subjektive Wahrnehmung der Parteien entscheidend. Jeder Betroffene wird einbezogen.

Mein Selbstverständnis als Mediator

Meine Rolle als Mediator sehe ich darin, im Rahmen eines strukturierten Dialogs die Konfliktparteien zu begleiten auf dem Weg zu ihrer Lösung.

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